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Parven├╝s und Profiteure. Korruption in der NS-Zeit

Parven├╝s und Profiteure. Korruption in der NS-Zeit
Autor: Frank Bajohr
Verlag: S. Fischer
Gebundene Ausgabe
Auflage:
Seiten: 256
ISBN-10: 3-10-004812-1
ISBN-13: 978-3-10-004812-7
ISBN: 3100048121
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Hermann G├Ârings protzig-barocker Lebensstil war legend├Ąr. Der "Reichsmarschall" unterhielt neben zahlreichen Residenzen, auch einen luxuri├Âsen Sonderzug, eine Jacht und eine Kunstsammlung im Wert von mehreren hundert Millionen Reichsmark. Und er war beileibe kein Einzelfall. In M├╝nchen lie├č sich der SS-Brigadef├╝hrer Christian Weber ein nach ihm benanntes Festprogramm mit 10 Millionen RM sponsern. Im "Gangster-Gau" Galizien herrschte der wegen seiner Prunksucht ber├╝chtigte Generalgouverneur Hans Frank, und auch die eher bescheiden-idealistisch auftretenden W├╝rdentr├Ąger des "Drittes Reichs", wie Josef Goebbels und Albert Speer, erlangten ein betr├Ąchtliches Privatverm├Âgen.

Frank Bajohrs Studie beweist: Korruption war im "F├╝hrerstaat" nicht die Ausnahme, sie war die Regel. Als ein unverzichtbares "Schmiermittel" f├╝r die politischen Klientelstrukturen wurde sie vom NS-Regime teils toleriert, teils institutionalisiert, und nur in Ausnahmef├Ąllen strafrechtlich geahndet. Nutznie├čer waren nicht nur die herrschenden Eliten. Viele Parteimitglieder, besonders die "Alten K├Ąmpfer", wurden nach der "Machtergreifung" mit Posten und finanziellen Zuwendungen f├╝r ihre Loyalit├Ąt belohnt. Andere belohnten sich selbst. Allein von 1934 bis 1941 strengte der NSDAP-Reichsschatzmeister wegen derartiger Vergehen 10.887 Strafverfahren an. Und dies war nur die Spitze des Eisberges.

Wie Bajohr zeigt, verkam die politische Korruption mit der "Arisierung" j├╝dischen Eigentums, dem Holocaust und der Auspl├╝nderung der besetzten Gebiete zu einer Massenerscheinung, die sich funktional reibungslos in den V├Âlkermord einf├╝gte. Nicht blo├č die T├Ąter, auch viele einfache "Volksgenossen" bereicherten sich am Besitz deportierter und ermordeter Juden und profitierten so von der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. Korruption war damit im "Dritten Reich" kein "isoliertes Randph├Ąnomen" mehr, sie war eine "soziale Praxis", die "ganz normale Deutsche" in vielf├Ąltige Weise mit den Verbrechen des Regimes verstrickte. --Stephan Fingerle
Quelle:




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