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Den V├Âgeln zum Frass: Roman

Den V├Âgeln zum Frass: Roman
Autor: Ulrich Knellwolf
Verlag: Verlag Nagel & Kimche AG
Gebundene Ausgabe
Auflage: 3
Seiten: 192
ISBN-10: 3-312-00286-9
ISBN-13: 978-3-312-00286-3
ISBN: 3312002869
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Klein, fein und alteingesessen, so ist die Privatbank Haggenegg & Cie. Franz Haggenegg, der Privatbankier, dessen Familie nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Gr├╝nden im zwinglianischen Z├╝rich auf das adlige 'von' verzichtet hat, f├╝hrt ein beschauliches Leben, tr├Ąumt ein wenig vom Schulschatz Nancy, gleichfalls Bankerin, und wei├č nicht viel von der S├Âldnervergangenheit seiner Familie. Die allerdings holt ihn schnell ein. Und Ulrich Knellwolf macht daraus einen wilden Krimi quer durch die Jahrhunderte, durch Kontinente, Religionen, Politik und Geschichte.

Die von Haggeneggs waren Bauern und S├Âldner, Letzteres zu Diensten verschiedener Herren von Frankreich ├╝ber Russland bis nach Persien, wie das die Schweizer in fr├╝heren Zeiten ja mehr oder weniger erfolgreich praktizierten. Die lange Abwesenheit der M├Ąnner von zu Hause hatte nat├╝rlich auch seinen Preis. So soll Geheimrat Goethe auf einer seiner Schweiz-Reisen einer Haggenegg Gewalt angetan haben, worauf ihr Gatte den Dichterf├╝rst ermorden wollte (sinnigerweise anl├Ąsslich der Urauff├╝hrung von Schillers Wilhelm Tell). Dieser der Literaturgeschichte bislang v├Âllig unbekannte Mordplan wird nicht ausgef├╝hrt.

Daf├╝r taucht auf obskuren Wegen das Tagebuch des geh├Ârnten S├Âldners auf und soll in Hamburg versteigert werden. Franz Haggenegg will die Familienehre retten und das Manuskript k├Ąuflich erwerben. Doch zum Manuskript geh├Ârt auch noch die ebenso wilde Geschichte eines Diamantcolliers und einer Locke Fatimas. Hinter beidem sind ebenso skrupellose wie hinterh├Ąltige Figuren her, ein ehemaliger Fremdenlegion├Ąr und ein Autografenh├Ąndler. Mord und Totschlag k├Ânnen die Haggeneggs. Die 90-j├Ąhrige Mathilde greift selber zur Schrotflinte und macht den Herren den Garaus. Ein gl├╝ckliches Ende scheint sich f├╝r den Bankier einzustellen, umso mehr als das omin├Âse Schlie├čfach in seiner Bank mitnichten ein diamantenes Kreuz enth├Ąlt. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Ein bisschen arg viel Geschichtskunde hat Ulrich Knellwolf in seinem Krimi vermengt. Das kann nat├╝rlich als fr├╝he Form der Globalisation gesehen werden, ist letztlich aber zu dick aufgetragen. Ein ├╝berladenes Clubsandwich quasi mit Trutenbrust und Nutella, bei dem leider die begleitenden Pommes frites, das hei├čt der eigentliche Krimi, schlapp ausgefallen sind. Der Plot hat Potenzial, das Knellwolf leider nicht ausreizt. Dem gegen├╝ber f├Ąllt der Ausflug in die Geschichte geradezu spannend aus. Von Kalifen, Zaren und K├Ânigen ├╝ber Goethe und Ernst J├╝nger versammelt sich allerhand Gesindel und Gesinde der Historie in diesem schmalen Band, dass es eine Lust ist. Vielleicht w├Ąre dem Buch mehr gedient gewesen, h├Ątte sich Ulrich Knellwolf allein auf die Geschichtsklitterung beschr├Ąnkt. --Martin Walker
Quelle:




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